

Textil-Überschüsse sind eines der größten logistischen und finanziellen Probleme des deutschen Modehandels. Mit einer Online-Retourenquote von bis zu 50 % für Bekleidung (EHI Retail Institute, 2025) und einem deutschen Modemarkt mit einem Gesamtvolumen von rund 64 Milliarden Euro (Statista, 2025) entstehen jährlich Textil-Überschüsse und Retouren im Wert von vielen Milliarden Euro. Dazu kommen klassische Saisonrestposten: Was im Sommer nicht verkauft wurde, ist im Winter schwer abzusetzen — und umgekehrt. Der bisherige Weg, Textilretouren und Überschüsse intern durch eigene Outlet-Kanäle oder Mitarbeitersales zu vermarkten, ist kapital- und personalintensiv und skaliert schlecht. Der B2B-Direktverkauf an spezialisierte Ankäufer wie ATS Trading GmbH bietet Modehändlern und -herstellern eine schnelle, vollständige Lösung: Palettenweise Übernahme, keine Listings, kein Einzelstück-Aufwand, sofortige Liquidierung. Laut einer Erhebung des Gesamtverbands der deutschen Textil- und Modeindustrie (GVT, 2024) nutzen bereits 28 % der deutschen Modehändler B2B-Direktankauf als primären Kanal für Textilretouren — Tendenz stark steigend.
Drei strukturelle Faktoren treiben den Textil-Überschuss in Deutschland auf Rekordniveaus:
1. Hohe Retourenquoten im Online-Modehandel:
Online-Bekleidung hat die höchste Retourenquote aller E-Commerce-Kategorien. Laut bevh (2025) werden rund 50 % aller online gekauften Kleidungsstücke zurückgesendet — in Deutschland allein ca. 250 Millionen Bekleidungsretouren pro Jahr. Das liegt an fehlender Anprobe, abweichenden Größentabellen und dem Phänomen des „Mehrfachbestellens mit Rücksendungsabsicht“.
2. Starke Saisonalität:
Mode ist in Sommer/Winter-Kollektionen strukturiert. Unverkaufte Sommerware kann nicht nächste Saison wieder verkauft werden — neue Trends und Designs machen sie unattraktiv. Das erzeugt jede Saison einen vorhersehbaren Restpostenüberhang.
3. Fast-Fashion-Überproduktion:
Laut einer Studie des Umweltbundesamts (2024) werden in Deutschland jährlich rund 1,2 Milliarden Kleidungsstücke konsumiert, von denen bis zu 40 % nie oder kaum getragen werden. Überproduktion ist in der Fast-Fashion-Branche strukturell eingebaut.
Statistik: Die durchschnittliche Lebensdauer eines Kleidungsstücks ist laut Bundesumweltministerium (2024) von über 4 Jahre (2000) auf unter 2,3 Jahre (2024) gefallen — bei gleichzeitig steigenden Produktionsvolumina.
Textil-Bewertung im B2B-Kontext folgt anderen Kriterien als bei Elektronik oder Haushaltsgeräten:
| Bewertungskriterium | Einfluss auf Preis | Details |
|---|---|---|
| Zustand | Sehr hoch | Neuware vs. getragen, Flecken, Beschädigungen |
| Marke | Sehr hoch | Premium (Hugo Boss, Esprit) vs. No-Name |
| Saison | Hoch | In-Season vs. Nachsaison |
| Kategorie | Hoch | Oberbekleidung > Unterwäsche > Socken |
| Einheitlichkeit der Größen | Mittel | Sortierte Größen > gemischte Größen |
| Originalverpackung | Mittel | OVP erhöht Preis leicht |
| Mentalität der Ware | Mittel | Trend-Stücke vs. Basics |
| Sortenreinheit | Mittel | Damen-only oder Herren-only > gemischt |
Preistabelle Textil (% des UVP):
| Textilkategorie | A-Ware Neuware | B-Ware (einmal getragen) | Mischware |
|---|---|---|---|
| Marken-Oberbekleidung (Hugo Boss, Esprit) | 20–35 % | 10–20 % | 5–12 % |
| Basic-Oberbekleidung (H&M-Niveau) | 10–20 % | 5–12 % | 3–8 % |
| Marken-Sportswear (Nike, Adidas) | 25–40 % | 15–25 % | 8–15 % |
| Kinderbekleidung (Marke) | 20–35 % | 12–22 % | 6–14 % |
| Winterjacken (Marke) | 20–32 % | 10–20 % | 5–12 % |
| Unterwäsche/Socken (Neuw., OVP) | 15–25 % | 5–10 % | 3–7 % |
| Bettwäsche/Handtücher (Neuw.) | 15–25 % | 8–15 % | 4–10 % |
Faktor 1 — Marke (größter Einfluss):
Markenware erzielt bis zu 3x mehr als No-Name. Hugo Boss, Adidas, Nike, s.Oliver, Esprit, Gerry Weber — diese Namen erhöhen den Ankaufspreis erheblich. Wenn Ihr Bestand bekannte Marken enthält, kommunizieren Sie das klar.
Faktor 2 — Saisonales Timing:
Sommerware im Sommer und Winterware im Winter zu verkaufen ist immer besser als nach der Saison. Die Preisunterschiede können 50–100 % betragen.
Faktor 3 — Zustand:
Getragene Kleidung mit Waschspuren, Flecken oder Deodorant-Rückständen ist deutlich schwieriger zu vermarkten. Neuware (ungetragen, original verpackt) erzielt die besten Preise.
Faktor 4 — Einheitlichkeit:
Sortenreine Paletten (z. B. nur Herrenjacken in Größen M–XL) erzielen mehr als gemischte Paletten mit allem durcheinander.
Faktor 5 — Mengen:
Große Mengen (20+ Paletten) ermöglichen bessere Preiskonditionen, da der Käufer Skalierungseffekte realisieren kann.
Kennzeichnungspflichten:
Textilartikel müssen gemäß Europäischer Textilkennzeichnungsverordnung (EU 1007/2011) mit Faserbezeichnungen und Pflegesymbolen gekennzeichnet sein — auch beim B2B-Weiterverkauf. Fehlende Kennzeichnung ist ein Mangel, der den Ankaufspreis senkt.
REACH-Verordnung:
Textilien dürfen keine in der REACH-Verordnung beschränkten Chemikalien enthalten (z. B. Azo-Farbstoffe, bestimmte Weichmacher). Bei Importen aus Nicht-EU-Ländern sollte ein Sicherheitsdatenblatt oder REACH-Nachweis vorliegen.
Hygiene-Aspekte:
Getragene und retournierte Textilien stellen hygienische Anforderungen dar. ATS Trading GmbH prüft beim Ankauf, ob offensichtliche Hygieneprobleme (Geruch, Flecken, Verschmutzungen) vorliegen. Stark verschmutzte Ware wird nicht angenommen.
Nachhaltigkeitsaspekte:
Ab 2025 greifen in Deutschland verschärfte Anforderungen aus dem Kreislaufwirtschaftsgesetz — Vernichtung fabrikneuer Textilien wird eingeschränkt. B2B-Direktverkauf ist die regulatorisch vorzuziehende Alternative zur Vernichtung (mehr dazu in Artikel 18 über nachhaltige Restpostenverwertung).
Schritt 1 — Sichtung: Getragene Ware von Neuware trennen — unterschiedliche Preiskategorien.
Schritt 2 — Grobe Sortierung: Nach Damen, Herren, Kinder trennen; wenn möglich nach Oberkategorie (Jacken, Shirts, Hosen).
Schritt 3 — Fotodokumentation: Repräsentative Fotos von ca. 10–15 % des Bestands — typische Artikel, Marken sichtbar.
Schritt 4 — Manifest erstellen (optional, aber wertvoll): Für Markenware lohnt sich ein Manifest mit Markennamen, Kategorie und ungefähren Stückzahlen — steigert den Preis um 15–25 %.
Schritt 5 — Anfrage an ATS Trading GmbH: Per E-Mail mit Fotos und Kurzbeschreibung — Angebot innerhalb von 24–48 Stunden.
Ja, ATS Trading GmbH kauft auch Mischpaletten mit verschiedenen Textilkategorien. Allerdings gilt ein Mischpreisabschlag, da die Ware für den Weiterverkauf sortiert werden muss. Wer auch nur grob nach Damen/Herren/Kinder trennt, erhält deutlich bessere Preise. Eine vollständige Sortierung nach Kategorien und Marken ist nicht zwingend, aber wirtschaftlich sinnvoll, wenn die Kapazitäten vorhanden sind.
Textil-Retouren aus dem Online-Handel variieren stark im Zustand — von „ungetragen, OVP“ bis zu „sichtlich getragen“. ATS Trading GmbH bewertet Textilretouren pauschal, wenn kein Grading vorhanden ist, und einzeln nach Zustandsstufen, wenn ein Manifest vorliegt. Pauschale Schätzwerte: Neuwertige Mode-Retouren (mehrheitlich ungetragen) 10–20 % UVP; gemischte Retouren (Mix getragen/nicht getragen) 5–12 % UVP. Klare Kommunikation über den Zustandsmix hilft bei der Angebotserstellung.
Das hängt von Volumen und verfügbarem Personal ab. Einzelstücke auf eBay können 30–50 % des UVP erzielen, aber erfordern Listing, Fotos, Versand und Kundenservice — ca. 15–25 Minuten pro Artikel. Bei 100 Retouren sind das 25–42 Stunden Aufwand monatlich. B2B-Verkauf bringt 10–20 % des UVP, spart aber den gesamten Aufwand. Ab ca. 50 Retouren pro Monat ist B2B-Ankauf oft wirtschaftlicher, wenn man den Personalaufwand einrechnet.
Ja, ATS Trading GmbH kauft auch Schuh- und Accessoires-Restposten. Für Schuhe gelten ähnliche Bewertungskriterien wie für Textil — Marke, Zustand, Saison sind entscheidend. Marken-Schuhe (Adidas, Nike, Tamaris, Clarks) erzielen gute Preise, No-Name-Schuhe weniger. Accessoires (Taschen, Gürtel, Sonnenbrillen) werden einzeln nach Zustand und Marke bewertet. Bitte Fotos und Kategorienangabe senden.
ATS Trading GmbH kauft Textilware ab 1 Palette aufwärts — also ab ca. 100–400 Kleidungsstücke je nach Kategorie und Packdichte. Bei sehr großen Beständen (ab 50 Paletten) organisieren wir Besichtigungstermine vor Ort und koordinieren mehrtägige Abholaktionen. Für Modehändler mit regelmäßigem Retourenaufkommen (z. B. monatliche Abgaben) bieten wir Rahmenverträge mit festen Preisvereinbarungen an.
ATS Trading GmbH kauft Textil-Überschüsse, Mode-Retouren und Saisonware — ab 1 Palette, deutschlandweit, direkt und ohne Plattformgebühren.
Telefon:
E-Mail: info@atstrading.de
Adresse: (Bayern)
Fotos und Kategorieninfo genügen — Angebot innerhalb von 24 Stunden.