Wie kauft man Retouren von Lidl, Aldi und anderen Discountern als Unternehmen? Wer verkauft, wie der Ablauf ist und was man erwartet — vollständig erklärt.
Lidl-, Aldi- und Discounter-Retouren gehören zu den begehrtesten Warenquellen im deutschen Restpostenhandel. Die Ware stammt aus dem Non-Food-Saisongeschäft der Discounter (Aktionsartikel, Sonderangebote) und wird nach Ablauf der Aktionswoche an B2B-Großhändler und Liquidatoren abgegeben. Typische Kategorien: Gartenprodukte, Heimtextilien, Werkzeug, Haushaltsgeräte und Spielzeug — alles was Discounter als „Aktionsware“ in ihre wöchentlichen Angebote aufnehmen. Discounter-Ware hat unter Händlern einen sehr guten Ruf: Qualität ist konsistent, Marken sind bekannt (Florabest = Lidl-Eigenmarke, Parkside = Lidl, Silvercrest = Lidl, Medion = Aldi), und CE-Dokumentation ist vollständig.
Discounter wie Lidl und Aldi Deutschland haben ein spezifisches Geschäftsmodell: Sie kaufen Produkte für begrenzte Aktionswochen ein — Gartengeräte im April, Grills im Mai, Werkzeug im September — und verkaufen diese nur für 1–2 Wochen. Was am Ende der Aktionswoche nicht verkauft ist, wird nicht dauerhaft im Sortiment behalten:
Was entsteht dabei:
1. Aktionsware-Restposten: Nicht verkaufte Artikel am Ende der Aktionswoche → Großmenge, meist A-Ware (ungeöffnet)
2. Retouren von Endkunden: Zurückgegebene Artikel (B-Ware und A-Ware) → kleinere Mengen
3. Saisonale Lagerräumungen: Gartenmöbel, Weihnachtsdekorationen, Sommerkleidung → Großmengen
Wer kauft diese Ware:
Discounter verkaufen nicht direkt an einzelne Händler. Der Weg führt über:
– Spezialisierte Liquidatoren und Lagerräumungs-Unternehmen
– B2B-Großhändler (wie ATS Trading GmbH) die von Liquidatoren kaufen
– Direkte Ausschreibungen für Großabnehmer ab bestimmter Menge
Discounter haben starke Eigenmarken die von Händlern sehr gut verkauft werden:
| Discounter | Eigenmarken | Beliebteste Kategorien |
|---|---|---|
| Lidl | Parkside (Werkzeug), Florabest (Garten), Silvercrest (Elektronik) | Werkzeug ★★★★★, Gartengeräte ★★★★★ |
| Aldi Nord/Süd | Medion (Elektronik/TV), Baufix (Werkzeug), Bellaforte (Garten) | Elektronik ★★★★☆, Werkzeug ★★★★☆ |
| Hofer (AT) | Aktionswaren div. | Haushaltsgeräte ★★★★☆ |
| Norma | Verschiedene | Gartengeräte ★★★☆☆ |
| Penny | Verschiedene | Haushaltsware ★★★☆☆ |
Parkside (Lidl-Werkzeug) ist die meistgesuchte Discounter-Eigenmarke im Restpostenhandel. Polnische Händler kaufen Parkside-Werkzeug in großen Mengen — die Marke hat europaweit einen sehr guten Ruf.
Stärken von Discounter-Ware:
– CE-Dokumentation vollständig (Discounter prüfen rigoros)
– Verpackung oft original oder sehr gut verpackt
– Qualitätskonsistenz (gleiche Produktion, klare Spezifikationen)
– Gut bekannte Eigenmarken mit hohem Wiedererkennungswert
Typische Qualitätsmix:
– A-Ware: 60–75% (Aktionsware, nie geöffnet)
– B-Ware: 20–30% (Kunden-Retouren)
– C-Ware: 5–10%
Discounter-Paletten haben damit einen der höchsten A-Ware-Anteile im Restpostenhandel — besser als durchschnittliche Online-Händler-Retouren.
Der einfachste Weg: B2B-Großhändler kaufen Discounter-Ware bereits aufbereitet. Händler kaufen dann bei Großhändlern wie ATS Trading GmbH ohne den Aufwand, direkt mit Lidl oder Aldi in Kontakt zu treten.
Vorteil: Kleine und mittlere Mengen möglich, Qualitätsprüfung bereits erfolgt, Manifeste verfügbar.
Mindestmengen auf Liquidationsplattformen: Typischerweise 1 Palette bis 1 LKW-Ladung. Preise variieren je nach Kategorie und Auktionsverlauf.
Große Abnahmen (ab 5 LKW oder Containern) können direkt über Lidl- oder Aldi-Logistikabteilungen angefragt werden. Für kleinere Händler ist das nicht sinnvoll — Mindestmengen sind sehr hoch.
| Merkmal | Discounter-Ware | Online-Händler-Retouren |
|---|---|---|
| A-Ware-Anteil | 60–75% | 20–40% |
| Qualitätskonsistenz | Sehr hoch | Mittel |
| Markenzusammensetzung | Eigenmarken dominant | Mix bekannter Marken |
| Verfügbarkeit | Saisonal (Aktionswochen) | Ganzjährig |
| Preislevel | Etwas höher | Niedriger |
| CE-Dokumentation | Vollständig | Vollständig |
| Export-Eignung | Sehr gut | Sehr gut |
Fazit: Discounter-Ware ist teurer, aber qualitativ hochwertiger. Online-Händler-Retouren (Amazon, Zalando etc.) sind preiswerter, haben aber mehr B-Ware und variablere Qualität.
| Saison | Verfügbare Discounter-Kategorien |
|---|---|
| März–Mai | Gartenprodukte, Outdoor, Grill |
| Juni–August | Pool/Wasser, Sommer-Sport, Heimtextilien |
| September–Oktober | Werkzeug, Heimwerkerbedarf |
| November–Dezember | Weihnachtsdekorations, Spielzeug, Elektronik |
| Januar–Februar | Winterkleidung, Restposten aus Vorjahr |
Kann man direkt bei Lidl oder Aldi Retouren kaufen?
Nicht als kleiner oder mittlerer Händler. Discounter verkaufen ihre Restposten über Liquidatoren und B2B-Großhändler. Direktkauf ist erst ab sehr großen Mengen (ganze LKW-Chargen) und nach Ausschreibungsverfahren möglich.
Was sind die begehrtesten Discounter-Eigenmarken im Restpostenhandel?
Parkside (Lidl-Werkzeug), Florabest (Lidl-Garten) und Medion (Aldi-Elektronik) sind die drei meistgesuchten Eigenmarken. Parkside-Werkzeug ist besonders in Polen und MENA stark nachgefragt.
Wie unterscheidet sich Discounter-Ware von Online-Händler-Retouren?
Discounter-Ware hat höheren A-Ware-Anteil (60–75% vs. 20–40%) und konsistentere Qualität, ist aber teurer im Einkauf. Online-Händler-Retouren (Amazon, Zalando) haben mehr B-Ware-Anteil, bieten aber mehr Markenvielfalt bei niedrigeren Einkaufspreisen.
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