

C-Ware bezeichnet Waren mit erheblichen Gebrauchsspuren, funktionalen Mängeln, unvollständigem Lieferumfang oder stark beschädigter Verpackung, die in ihrer ursprünglichen Form nicht mehr regulär verkauft werden können. Im deutschen Handelsklassifizierungssystem steht C-Ware an dritter Stelle einer vierstufigen Skala: A-Ware (neuwertig), B-Ware (leichte Mängel), C-Ware (erhebliche Mängel) und D-Ware (Ausschuss/Schrott). C-Ware entsteht überwiegend aus Kundenretouren, Lagerungsschäden und Defektware, die wirtschaftlich nicht aufbereitbar ist. Laut EHI Retail Institute 2024 entfallen rund 20 % aller im deutschen Handel anfallenden Retouren auf C-Ware. Diese Kategorie bildet eine eigene Handelsnische: C-Ware hat zwar deutlich reduzierte Einzelpreise, eignet sich aber für Reparaturbetriebe, Ersatzteilhändler, Export in Schwellenländer oder erfahrene Bastler. B2B-Großhändler wie ATS Trading GmbH kaufen C-Ware in großen Mengen und geben sie gebündelt als Paletten an spezialisierte Abnehmer weiter — ein wachsendes Segment des Sekundärmarkts.
C-Ware ist der Begriff für Handelswaren, die aufgrund von Gebrauchsspuren, technischen Defekten, fehlendem Zubehör oder stark beschädigter Verpackung nicht mehr als A- oder B-Ware vermarktbar sind. Der Artikel selbst ist jedoch noch vorhanden — im Gegensatz zu D-Ware, die als Totalausfall gilt. C-Ware befindet sich damit in einer Zwischenzone: zu beschädigt für den regulären Wiederverkauf, aber noch mit Restwert für geeignete Abnehmergruppen.
Die Klassifizierung als C-Ware ist nicht gesetzlich standardisiert — es handelt sich um eine Branchenkonvention. Einzelne Händler und Plattformen können die Grenze zwischen B-Ware und C-Ware unterschiedlich definieren. In der Praxis gilt C-Ware als Produkt, bei dem mindestens einer der folgenden Punkte zutrifft: sichtbare Kratzer oder Dellen, fehlende Teile oder Zubehör, eingeschränkte Funktionalität oder nicht mehr originale Verpackung kombiniert mit Funktionsmängeln.
Im deutschen Markt wird C-Ware zunehmend nicht mehr vernichtet, sondern aktiv verwertet. Die EU-Ökodesign-Verordnung 2024 schränkt die Vernichtung funktionstüchtiger Ware durch Händler ein und fördert die Weitergabe an Sekundärmärkte. Laut Fraunhofer IML 2024 stieg der Anteil an C-Ware, die gewerblich weiterverwertend wird, seit 2020 um rund 28 %.
Das Verständnis der Qualitätsstufen ist entscheidend für jeden, der mit Retourenware handelt. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale:
| Merkmal | A-Ware | B-Ware | C-Ware | D-Ware |
|---|---|---|---|---|
| Verpackung | Originalverpackung, unbeschädigt | Beschädigt oder geöffnet | Stark beschädigt oder fehlend | Keine/irrelevant |
| Zustand | Neuwertig, unbenutzt | Leichte Gebrauchsspuren | Starke Gebrauchsspuren, Mängel | Defekt, unbrauchbar |
| Funktionalität | 100 % | 95–100 % | 50–90 % | Unter 50 % oder komplett defekt |
| Zubehör | Vollständig | Meist vollständig | Teils fehlend | Irrelevant |
| Verkaufspreis (% vom UVP) | 70–95 % | 40–70 % | 15–40 % | 0–15 % |
| Typische Abnehmer | Alle | Sparorientierte Käufer | Reparaturbetriebe, Export | Schrott/Recycling |
Quellen: EHI Retail Institute 2024, IFH Köln 2025
Der Übergang zwischen den Kategorien ist fließend. Ein Produkt, das ein Händler als B-Ware klassifiziert, kann von einem anderen als C-Ware eingestuft werden — je nach eigenem Qualitätsstandard. Deshalb ist es wichtig, beim Kauf von Retourenware beim Lieferanten nachzufragen, wie er die Kategorien definiert.
Weitere Details zur Abgrenzung finden Sie in unserem Artikel A-Ware, B-Ware und C-Ware erklärt.
C-Ware entsteht an mehreren Punkten in der Handelskette. Das Verständnis der Herkunft hilft Händlern, die Qualitätsstruktur besser einzuschätzen.
Kundenretouren (größte Quelle): Im E-Commerce werden Produkte zurückgesendet, die intensiv benutzt, beschädigt oder unvollständig zurückgegeben werden. Laut Bitkom 2025 entfallen rund 22 % aller Retouren auf Artikel, die in einem Zustand zurückgegeben werden, der als C-Ware zu klassifizieren ist.
Lagerungsschäden: Bei Transport oder Lagerung beschädigte Artikel — zerdrückte Verpackungen, heruntergefallene Geräte, feuchtigkeitsbedingte Schäden — werden als C-Ware klassifiziert, sofern die Funktionalität noch teilweise erhalten ist.
Ausstellungsstücke: Im stationären Handel sind Ausstellungsmodelle nach Ende ihrer Ausstellungsdauer oft stark abgenutzt — zu viel für B-Ware, aber mit Grundfunktion noch als C-Ware verwertbar.
Defekte Retouren ohne wirtschaftliche Reparierbarkeit: Geräte, deren Reparaturkosten den Wiederverkaufspreis übersteigen würden, werden als C-Ware klassifiziert und en bloc verkauft. Das gilt häufig für Kleinelektronik, Werkzeug und Haushaltsgeräte.
Insolvenzmassen: Bei Insolvenzen werden Warenbestände oft unter Zeitdruck liquidiert — dabei landet auch qualitativ einwandfreie Ware in C-Ware-Partien, weil eine Einzelprüfung wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Laut Statista 2025 kamen 2024 in Deutschland rund 18.000 Unternehmensinsolvenzfälle vor — ein konstanter Strom an Liquidationsware für den Sekundärmarkt.
C-Ware hat eine klar definierte Käufergruppe — Menschen und Betriebe, die entweder technisches Know-how haben oder mit Mengen arbeiten, bei denen die statistisch hohe Defektrate eingepreist ist.
Reparaturbetriebe und Werkstätten: Elektronikreparatur-Betriebe, Haushaltsgeräte-Werkstätten und Automobilzulieferer kaufen C-Ware als Ersatzteillager oder für Reparaturprojekte. Der Artikel muss nicht vollständig funktionieren — einzelne Bauteile oder Module reichen.
Bastler und Technikbegeisterte (im B2C-Markt): Im Endkundensegment gibt es eine aktive Community, die C-Ware bewusst kauft, um Reparaturen durchzuführen oder Produkte für Eigenprojekte zu nutzen. Plattformen wie eBay, Kleinanzeigen und spezialisierte Foren bedienen diese Zielgruppe.
Exporteure in Entwicklungs- und Schwellenländer: In Ländern wie Nigeria, Ghana, Ägypten, Pakistan oder Vietnam gibt es aktive Märkte für C-Ware aus Europa. Lokale Reparaturbetriebe können Elektrogeräte aufarbeiten und zu Preisen verkaufen, die in Deutschland unwirtschaftlich wären. Laut IFH Köln 2025 wird rund 30 % der deutschen C-Ware in Drittländer exportiert.
Materialverwerter und Rohstoffhändler: C-Ware, die auch als Ersatzteil nicht mehr nutzbar ist, wird an Schrottaufkäufer und Materialverwerter verkauft, die Rohstoffe (Kupfer, Aluminium, Plastik) zurückgewinnen.
B2B-Großhändler wie ATS Trading GmbH kaufen C-Ware in großen Mengen, sortieren sie und verkaufen sie an die passenden Abnehmergruppen weiter — je nach Kategorie an Werkstätten, Exporteure oder Verwerter.
C-Ware ist die preisgünstigste verkäufliche Kategorie im Retourenmarkt. Die Preise variieren stark je nach Produktkategorie, Defektgrad und Abnahmemenge.
Typische Einkaufspreise (B2B, Palettenware):
| Kategorie | UVP-Schätzwert (Palette) | B2B-Einkaufspreis C-Ware | Notiz |
|---|---|---|---|
| Elektronik (Geräte) | 2.000–5.000 € | 200–600 € (10–15 % UVP) | Defektrate 30–50 % |
| Haushaltsgeräte | 1.500–3.500 € | 150–400 € (10–12 % UVP) | Gut für Reparaturbetriebe |
| Werkzeug | 1.000–2.500 € | 100–300 € (8–12 % UVP) | Teile oft noch nutzbar |
| Spielzeug | 800–2.000 € | 80–200 € (8–10 % UVP) | Begrenzte Nachfrage |
| Textilien | 500–2.000 € | 50–150 € (7–10 % UVP) | Export-fokussiert |
Quelle: ATS Trading GmbH Marktbeobachtung, IFH Köln 2025
Wiederverkaufspreise im Einzelhandel: C-Ware wird im Einzelhandel in der Regel zu 15–40 % des UVP verkauft, bei klar kommuniziertem Zustand. Auf spezialisierten Reparaturmarktplätzen oder im Export-B2B kann der erzielte Preis höher liegen — besonders bei Hochpreisprodukten, bei denen einzelne intakte Komponenten wertvoll sind.
Laut Statista 2025 beträgt die durchschnittliche Bruttomarge für Händler, die C-Ware professionell vermarkten, 60–150 % auf den B2B-Einkaufspreis. Die breite Spanne erklärt sich durch den hohen Einfluss von Kategoriewahl, Käufergruppe und Aufbereitungsaufwand.
Ja — der Verkauf von C-Ware ist in Deutschland vollkommen legal, sofern die Bedingungen transparent kommuniziert werden. Es gibt keine gesetzliche Pflicht, nur makellose Ware zu verkaufen. Was jedoch verpflichtend ist: Die korrekte und transparente Beschreibung des Zustands gegenüber dem Käufer.
Bei B2C-Verkäufen: Wer C-Ware an Endkunden verkauft, muss den Zustand eindeutig beschreiben — sichtbare Mängel, fehlende Teile, eingeschränkte Funktionalität. Eine falsche Darstellung gilt als Täuschung und kann zur Anfechtung des Kaufvertrags führen.
Gewährleistung: Bei B2C-Verkäufen besteht gesetzliche Gewährleistungspflicht. Bei Gebrauchtwaren (als solche deklariert) kann diese vertraglich auf 12 Monate reduziert werden. Bei B2B-Verkäufen ist die Gewährleistung weitgehend vertraglich gestaltbar.
CE-Kennzeichnung: Auch bei C-Ware müssen die gesetzlichen Produktsicherheitsanforderungen eingehalten sein. Produkte ohne gültige CE-Kennzeichnung dürfen nicht in den Verkehr gebracht werden — unabhängig vom Zustand.
Elektroschrott: Vollständig defekte Geräte dürfen nicht einfach als „C-Ware“ verkauft werden, wenn sie faktisch D-Ware sind. Elektroschrott muss nach ElektroG ordnungsgemäß entsorgt werden.
Was bedeutet C-Ware bei Amazon?
Auf Amazon wird C-Ware oft als „Used – Acceptable“ (Gebraucht – Akzeptabel) gelistet — die niedrigste Zustandskategorie, die ein Verkäufer auf Amazon Marketplace nutzen darf. Der Artikel muss noch funktionieren, darf aber erhebliche kosmetische Mängel und fehlende Zubehörteile aufweisen.
Ist C-Ware immer defekt?
Nein. C-Ware kann vollständig funktionsfähig sein — aber starke optische Mängel (tiefe Kratzer, Dellen, stark beschädigte Verpackung) oder fehlende Zubehörteile (Ladekabel, Fernbedienung) führen zur Klassifizierung als C-Ware.
Worin unterscheidet sich C-Ware von Schrott?
C-Ware hat noch einen Restwert — durch Funktion, Ersatzteile oder Materialwert. D-Ware ist de facto wertlos für den Handel und geht in die Entsorgung oder Materialverwertung.
Kann man C-Ware reparieren und als B-Ware verkaufen?
Ja — wenn die Reparatur wirtschaftlich sinnvoll ist. Reparaturbetriebe und technisch versierte Händler können C-Ware aufwerten und als B-Ware weiterverkaufen. Das erfordert jedoch technisches Know-how und Reparaturkapazitäten.
Welche Kategorien eignen sich am besten für C-Ware-Handel?
Elektronik (Ersatzteile), Werkzeug (einzelne Komponenten noch nutzbar) und Textilien (Export) sind die rentabelsten C-Ware-Kategorien laut IFH Köln 2025.
Wo kann ich C-Ware als Händler kaufen?
Bei spezialisierten B2B-Großhändlern wie ATS Trading GmbH in Manching. Wir führen C-Ware-Bestände aus verschiedenen Kategorien und verkaufen palettenweise an gewerbliche Abnehmer.
ATS Trading GmbH in Manching ist Ihr direkter Ansprechpartner für C-Ware und gemischte Retourenpaletten. Wir kaufen Defektware und C-Bestände direkt von Händlern und geben sie an spezialisierte Abnehmer weiter — palettenweise, ab 1 Palette, europaweit lieferbar.
Kontakt:
ATS Trading GmbH | Gerberstraße 1, 85077 Manching
Tel.: 08459 / 33 29 400 | E-Mail: info@atstrading.de
Weiterführende Artikel: A-Ware, B-Ware und C-Ware erklärt | Paletten kaufen für Wiederverkäufer | Kontakt aufnehmen